Chronik

„MET TRUMM UN LAVUMM, MET TRIANGEL UN QUETSCHENBÜGGEL"

Einblicke in die Chronik des Vereins
von Michael Euler-Schmidt und Werner Schäfke

So fing es an

Die Veedelszög sind historisch auf die mittelalterlichen Gesellenbanden, die ihren mühseligen Alltag aufs Korn nahmen, zurückzuführen. Die Erhaltung und Erneuerung dieses ursprünglichen Volkskarnevals schrieb sich der Ende des Jahres 1932 gegründete "Bürgerausschuss" auf die Fahnen. Vier Freunde waren in jener Zeit die Initiatoren: Dr. Otto Brügelmann, Dr. Joseph Klersch, Thomas Liessem und Hans-Carl Scheibler.

Unser Verein griff dabei Gedanken auf, die bereits einige Jahre zuvor im "Heimatverein Alt-Köln" und in der "Kölschen Sippschaff" diskutiert worden waren. Es war Dr. Josef Klersch, Vorgänger von Dr. Max-Leo Schwering und Dr. Michael Euler-Schmidt als städtischer Abteilungsleiter für Brauchtum, der gemeinsam mit dem "Bürgerausschuss" am Fastelovends-Sundag, dem 26.02.1933, den Gedanken der Veedelszög erstmals umsetzen konnte.

Der erste "Zog" zog vom Deutschen Ring durch die Stadt zum Domhotel, wo das Preisgericht auf die Gruppen wartete: Dr. Otto Brügelmann, Dr. Josef Bachem, Dr. Joseph Klersch, Thomas Liessem, Julius Metz, Peter Nöcker, Hans-Carl Scheibler und Dr. Karl With. Während der bitteren Jahre des Nationalsozialismus gab es den "Bürgerausschuss" und die Zög weiter - obwohl gemeinsam mit dem "Festausschuss" zu einem "Führerrat" umgewandelt. Die Veedelszög gingen in der Zeit von 1934 bis 1939 alljährlich weiter durch die Straßen Kölns.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kletterten bereits in den ersten Jahren wieder Maskierte über die Trümmerberge und zogen gruppenweise durch die Straßen. Schon 1949 fand in der Grundschule Zugweg die erste Kindersitzung statt. Direktor war damals Hans Flock. Einen kleinen "Zog" gab es anschließend auch. 1951 organisierte die "Lyskircher Junge" dann einen ersten richtigen "Kinderzog" mit dem Motto "Un mer Pänz han uns Freud" durch die Altstadt. Die "Lyskircher Junge" betreuen bis heute die Schullzög getreu ihrem Motto: "Gesellschaft zur Pflege Kölner Mund- und Eigenart".

Seit der Nachkriegszeit - und besonders seit 1952, als die Schullzög erstmals gemeinsam mit den Veedelszög durch die Straßen Kölns gingen - sind die "Lyskircher Junge" für die Zög engagiert. Viele Mitglieder der Gesellschaft sind z. B. als Zugbegleiter dabei. Bis heute unvergessen ist Jean Küster als Matrosenjunge ganz an der Spitze des Zuges. Die Überzeugung, dass der Karneval ohne entsprechenden Nachwuchs nicht möglich ist, lebt bis heute weiter und ist der Grundgedanke unseres Vereins.

1950 konstituierte sich der "Bürgerausschuss" neu. Den Vorsitz übernahm der Oberbürgermeister, seine Mitglieder wurden von ihm berufen. Die Geschäftsstelle lag beim 1947 gegründeten "Amt für Kölnisches Volkstum", das 1958 in das Kölnische Stadtmuseum eingegliedert wurde. (Heute: Abteilung Brauchtum). Die Funktion des Geschäftsführers unseres Vereins von 1950 bis 1958 hatte Dr. Josef Klersch inne. Ihm folgten von 1958 bis 1993 Dr. Max-Leo Schwering und seit 1993 Dr. Werner Schäfke.

In jener Zeit entstand auch der Gedanke einer Mütze und eines Ordens für die Mitglieder des Vereins. Zunächst gab es einen alljährlich wiederkehrenden Sessionsorden, zu dem es seit 1953 ein "Diplom" gab. Den bis heute gültigen "Bürgerorden" gibt es seit 1961. In den 50er und 60er Jahren wurden so die Schull- und Veedelszög auf ein solides Fundament gestellt.

Der erste Veedelzog ging am 27.02.1950 - bei Regen und Schnee - wieder durch die Stadt. Damals wurde die recht bescheidene Musikbegleitung noch vom "Festkomitee Kölner Karneval" gestiftet. Erst seit 1955 gab es von der Stadt Köln erste finanzielle Zuschüsse.

Der Verein hatte viele Namen

Am 12. April 1961 konstituierte sich anstelle des "Bürgerausschusses" der "Förderkreis für die Schull- und Veedelszög". Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder im Mai 1961 Jan Brügelmann, zu seinen Stellvertretern Fernando Casaretto und Christoph Scheibler. Mit einer neuen Satzung war unser Verein auch mit weiteren Aufgaben betreut worden und sollte sich nun der ganzen breiten Palette der Kölner Brauchtumspflege widmen.

An erster Stelle blieb die Betreuung und finanzielle Unterstützung der Schull- und Veedelszög

Die Gruppen der Veedelszög bekamen 1965 erstmals auch Preise. So winkte dem Zugsieger ein von Jan Brügelmann gestifteter silberner Teller mit der Aufschrift: "De Veedelszög no kölscher Aat, die ha'mer dies Johr mitgemaht. Et wor vill Arbeed, Möh un Fließ un dat he es d'r eeschte Pries. Hä soll erömgon Johr för Johr, d'r beste Grupp zor Ihr, et nächste Mol sin andre dran, dat wünscht dä Baas Jan Brügelmann". Seit dem Jahre 2003 ist er durch den von Ralf Bernd Assenmacher gestifteten "Kurt und Marianne Eisenmenger-Preis" ersetzt worden, da keine weiteren Gravuren mehr möglich waren. Christoph Scheibler, lange zweiter Vorsitzender stiftete 1967 einen silbernen Wanderpokal für die beste Fußgruppe. Im Jahr zuvor war bei der Prämierung im Rathaus erstmals die Zweiteilung der auszuzeichnenden Gruppen beschlossen worden. Der Scheibler-Preis wurde 1992 vom Max-Leo Schwering-Preis abgelöst auf dem zu lesen steht: "Jeck sin un laache - nit d'r Strunzbüggel maache".

Kurt Eisenmenger, seit 1962 für die Veedelszög als Zugleiter verantwortlich, stiftete 1987 einen "Treuepreis". Mit seiner Frau Marianne, die die Musikkapellen für die Zög organisierte, wird er in 2005/2006 die Zeugleitung in neue Hände übergeben: Hans Josef Jaeger und Wolfgang Heimes als sein Stellvertreter übernehmen nun die Verantwortung. Im Jahre 1959 ermöglichte der damalige Zugleiter des Rosenmontagszuges, Peter Schumacher, den beiden Siegergruppen des Veedelszuges erstmals die Teilnahme am Rosenmontagszug. Bis zum heutigen Tag hat dies Tradition. Eine Anerkennung der ganz besonderen Art kam 1984 vom Festkomitee Kölner Karneval. Der "Originalitätspreis" bedeutet, dass die vom jeweiligen Zugleiter prämierte Gruppe im Rosenmontagszug mitgehen darf. Darüber hinaus existiert heute der "Kamellebüggel", der für besondere Treue und regelmäßige Teilnahme an den Zög jährlich vergeben wird.

Engagement auch außerhalb des Karnevals

Seit Ende der 60er Jahre und zu Beginn der 70er Jahre - 1973 stand das Jubiläumsjahr "150 Jahre Kölner Karneval" vor der Tür - gingen die Aktivitäten des Förderkreises immer stärker auch in die karnevalsfreie Zeit hinein. Der Förderkreis sah sehr wohl, dass Fastelovend Teil eines viel breiteren Spektrums des Volkslebens der Bürger dieser Stadt bedeutet, ja existentiell daran gebunden ist. Dem wurde im November 1975 auf der Jahreshauptversammlung der Mitglieder Rechnung getragen. Der Vorschlag, den Verein in "Verein der Freunde und Förderer Kölnischen Volkstums e.V." umzubenennen und mit erweiterter Aufgabenstellung in einen gemeinnützigen Verein umzuwandeln, wurde angenommen. Das war am 20.11.1975. Seit dieser Zeit unterstützt der Verein immer wieder u.a. Publikationen zum Kölner Brauchtum, Ankäufe für die entsprechende Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums und auch Ausstellungen. Viele Vereine und Theatergruppen hätten ihre Arbeit ohne die Zuwendungen des Vereins nicht fortsetzen können. Auch die Martinszüge werden seit dieser Zeit gefördert.

Die Popularität wächst

Die Schull- und Veedelszög aber, sie waren und sind die wichtigste Aufgabe des Vereins. Die Popularität der Zög hatte zu Beginn der 60er Jahre durch Hörfunkübertragungen einen wichtigen Impuls bekommen. Als 1964 die Zög zum ersten Mal "über den Sender" im ersten Fernsehprogramm gingen, da waren sie bereits ein karnevalistisches Ereignis. Die Kommentatoren und Gesprächspartner von Vereinsseite waren damals Oberbürgermeister Theo Burauen, Jan Brügelmann, Hein Jouy, Schulrat Franz Josef Hübinger und Dr. Max-Leo Schwering sowie Gérard Schmidt, den 1993 Marianne Trompeter ablöste. Das Duo Jan Brügelmann/Marianne Trompeter kommentierte danach die Zög gemeinsam. Seit 2002 sind von Seiten des Vereins als Kommentatoren Marianne Trompeter und Isabelle Assenmacher-Wertz dabei. 1996 wurden die Zög erstmals in voller Länge "live" übertragen.

Auch bei den Schullzög war die Entwicklung immer abhängig gewesen von denen, die sie federführend betreut haben. So Jean Küster und die "Lyskircher Junge", Rektor Ernst Mömkes - der erstmals das Schulamt für die Stadt Köln einschaltete - Rektor Flock, Heinrich Büttgenbach, Franz Josef Hübinger und das Ehrenmitglied unseres Vereins Schulamtsdirektor i. R. Josef Karl Müller. Von ihm übernahm 1988 Schulamtsdirektorin Marianne Trompeter die Betreuung der Schullzög. Bernd Hölken von den "Lyskircher Junge" stand ihr lange zur Seite und ist heute immer noch Vorstandsmitglied. Von Seiten der "Lyskircher Junge" unterstützt sie heute deren Präsident Reiner Decker, der 2002 Hans Gernert ablöste.

Der Wechsel an der Spitze des Vereins

1993 ging eine Ära im Verein zu Ende, geprägt von zwei Personen: Jan Brügelmann und Dr. Max-Leo Schwering. Der Vorstand wurde neu gewählt und Ralf Bernd Assenmacher wurde der neue "Baas" des Vereins. Mit Wolfgang F. Koeppe als 2. Vorsitzenden und Dr. Werner Schäfke als neuem Geschäftsführer ging er gemeinsam mit den anderen, bewährten und kooptierten Kräften an die Arbeit.

Auf der Jahreshauptversammlung im November 1994 schlug dann der neue "Baas" Ralf Bernd Assenmacher eine Namensänderung des Vereins vor. Einstimmig beschloss man nun "Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e.V." "Die Pflege des Brauchtums, nicht nur im Karneval, und dabei des Selbstverständnisses und des Selbstbewusstseins der Mädchen und Jungen, der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, ist unser gemeinsames Ziel", so Ralf Bernd Assenmacher in seiner Rede vor den Mitgliedern.

Eine Neuerung der besonderen Art gab es ebenfalls auf dieser Mitgliederversammlung. Dank der Genehmigung des damaligen Oberbürgermeisters Norbert Burger konnten alle Mitglieder den Orden im Miniaturformat als Anstecknadel in Empfang nehmen.

Ein großes Ereignis war im Jahre 1996 das Benefiz-Konzert der Bläck Fööss unter dem Titel "Musik für Musik". Im prächtigen Rahmen der Rheinhalle haben Mitglieder und Freunde einen begeisternden Abend mit dem Programm der Bläck Fööss erlebt. Der Reinerlös des von den Bläck Fööss gestifteten Konzertes ermöglichte es uns im Jahr 1997 zusätzliche Musikkapellen für den Schull- und Veedelszog anzuwerben. Hilfe für die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums gab es auch im November 1998 in dieser Beziehung von den Roten Funken. Den Erlös ihrer Jubiläumsveranstaltung in der Philharmonie stellte der damalige Funken Präsident Hansgeorg Brock für die Schull un Veedelszög zu Verfügung. In Begleitung des damaligen Philharmonie-Chefs Franz Xaver Ohnesorg brachte er einen Scheck in Höhe von DM 15.000,- mit.

Am 30. Januar 2000 war es dann erstmals soweit. Dank der großzügigen Unterstützung durch den ersten Intendanten der Kölner Philharmonie Franz Xaver Ohnesorg und durch die großzügige Bereitschaft seiner Nachfolger Dr. Albin Hänseroth und Louwrens Langevoort konnte nun regelmäßig als "Fastelovend ferkeet" mit reichem Ertrag für die Finanzierung der Kapellen für die Zög durchgeführt werden. Eine Tradition, denn bis heute ist diese Veranstaltung nicht mehr aus der Philharmonie weg zu denken.

Als dies alles im Jahr 1996 mit den Bläck Fööss begann, organisierte der Verein auch die erste gesamtstädtische Schullsitzung mit dem Titel "Jecke Tön för jecke Pänz". Bis heute findet dieser "Spaß an d'r Freud för de Pänz" in der Aula des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums statt.

Ein schmerzhafter Verlust traf den Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums in der Session 1998/99. Völlig überraschend verstarb der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang F. Koeppe. "Seine beispiellose Aktivität im Organisieren der Schullsitzung, des Bläck Fööss-Konzertes und anderer Vorhaben werden wir noch lange vermissen. Seine Erfolge in der Mitgliederwerbung werden Legende bleiben. Und sein kölsches Gemöt bei mehr als preußischer Arbeitsdisziplin werden wir in bewundernder Erinnerung behalten. Wir vermissen ihn und seine Fähigkeit, gute Stimmung um sich zu verbreiten", so Ralf Bernd Assenmacher bei der Mitgliederversammlung des Brauchtumsvereins. Doch bei aller Trauer: Die Arbeiten des Vereins geht weiter. KölnKongress-Geschäftsführer und Gürzenich Hausherr Bernhard Conin übernahm Wolgang Koeppes Amt. Zudem wurde Bernhard Tschirschnitz in den Vorstand kooptiert.

Aktivitäten und neue Ideen

Der Sternmarsch feierte seine Premiere 1998. Als Jubiläumsgeschenk zum 175. Geburtstag des Festkomitees des Kölner Karnevals hatte der Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums das Ereignis aus der Taufe gehoben. Allerdings: Genau genommen gab es schon einmal einen solchen Sternmarsch - nämlich zur Feier des 150jährigen Festkomitee-Jubiläums. Der Brauchtumsverein wollte das damals viel Aufsehen erregende Ereignis kurzerhand wiederholen und im Reigen des Straßenkarnevals etablieren.

Mittlerweile ist die Karneval-Open-Air-Veranstaltung traditionell geworden. Denn alles was in Köln zweimal stattfindet, ist Tradition - vor allem, wenn es den Kölschen so richtig Spaß macht. "Der Sternmarsch ist ein Dankeschön an die Veedelsvereine für das große Engagement, das sie jedes Jahr investieren", erklärte Mit-Organisatorin Isabelle Assenmacher-Wertz den Hintergrund der Veranstaltung. "An diesem Abend geht es vor allem darum, dass sich die Vereine einmal selbst feiern können." Doch das Dankeschön der Freunde besteht nicht nur aus der kölschen Party. Zusätzlich erhält jede Gruppe eine Bronzemedaille als Andenken. Für die Teilnehmer selbst ist mittlerweile ein Souvenir zum kleinen Symbol geworden: Die Buttons, mit denen die Teilnehmer alljährlich den Zugang zum Raum zwischen Bühne und Tribüne auf dem Alter Markt bekommen, tragen viele mit Stolz - ein kleiner "Verdienstorden" besonderer Art.

Im Jahr 2000 hatten übrigens rund 1000 Vertreter von Veedelsvereinen schon einige Tage vorher, als sie auf Einladung der Stadtsparkasse (heute: Sparkasse KölnBonn) im Musical Dome Ausschnitte von "Saturday Night Fever" verfolgten ihren Spaß und Freude. Übrigens hat die Stadtsparkasse auch den Sternmarsch als Alleinsponsor für die Bürger jedes Jahr ausgerichtet. Als Medienpartner unterstützt die Kölnische Rundschau das Spektakel.

Die Martinsumzüge sind ein weiteres Anliegen unseres Vereins. 2001 erhielten z. B. 94 Schulen aus Köln Zuwendungen für ihre Umzüge. Im Herbst 2000 legte der Verein ein wichtiges Buch vor, das den Titel "em Veedel" trägt. Den beiden Photographen Petra Hartmann und Stephan Schmitz gelang damit ein einfühlsames Portrait der Veedelsvereine.

2002 erschien wieder ein Buch und das zum Jubiläum der Schullzög. "Jedem Kölsche ess et klor: De Schullzög wäde 50 Johr". Oberbürgermeister Fritz Schramma, Mitglied im Verein seit 1999, nahm beide Bücher gerne und stolz entgegen. Begleitet wurden beide Projekte jeweils mit einer Ausstellung in der Stadtsparkasse Köln.

Aber ein weiteres Projekt dokumentiert sehr deutlich, dass der Verein auch weit über den Karneval hinaus Schwerpunkte sucht und findet. Seit 1997/98 ist als Initiative unseres Vereins und wiederum mit Unterstützung der Stadtsparkasse ein Kölschlehrgang für die 3., 4. und 5. Schulklassen erarbeitet werden, der den Pänz unter dem Titel "Kölsch en Wööt und Tön", die kölsche Mundart vermitteln soll.

Die Schülerarbeitshefte: "Das Kölner Wappen", "Rund um den Dom", die "Kölner Stadtmauer" und „Köln im Mittelalter" sind inzwischen mit mehr als 150.000 Exemplaren an Kölner Schulklassen verteilt worden. Elisabeth Mick, Autorin der Hefte, hat jeweils auch ein Lehrerinformationsheft dazu erarbeitet. Inzwischen ist ein fünftes Heft "Kölner Karneval" in Vorbereitung.

Die Geschichte, die Aktivitäten unseres Vereins sind ständig im Fluss. Der "Kölnische Planet" lebt im Besonderen durch sein gepflegtes Brauchtum in "Wööt un Tön" und durch den ursprünglichen Kölner Karneval auf der Straße und im Saal. Die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums sind gemeinsam mit ihrem Baas Ralf Bernd Assenmacher glücklich und stolz über die Erfolge der vergangenen Jahre.

Dass der Verein im Jahr 2002 gleich mehrere Persönlichkeiten für ihr herausragendes Engagement im Bereich Kölner Brauchtum ehren konnte, ist an dieser Stelle hervorzuheben: Gustav Adolf Schröder, der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse wurde auf der Jahreshauptversammlung im November zum Ehrenmitglied ernannt und die Höhner erhielten anlässlich ihres 30jährigen Jubiläums den begehrten Halsorden mit Urkunde auf der steht: "Die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e. V. verleihen N.N. in Würdigung der besonderen Verdienste um das Kölnische Brauchtum den Orden am Bande."

Auf der Jahreshauptversammlung 2005 wurde der alte Vorstand bis auf Kurt Eisenmenger im Amt bestätigt. Kurt und Marianne Eisenmenger gaben nun nach vielen Jahrzehnten der ehrenamtlichen Tätigkeit die Zugleitung der Schull- un Veedelszög in jüngere Hände ab. Beide - Kurt Eisenmenger und Marianne Eisenmenger - wurden für ihre Verdienste um das kölnische Brauchtum zu Ehrenmitgliedern ernannt.